2 FlexiBowl® und 2 Kameras#

Dieser Abschnitt beschreibt die verfügbaren Konfigurationen, wenn mit zwei FlexiBowl® und zwei Kameras gearbeitet werden soll, die von einem einzigen FlexiVision One VisionController verwaltet werden.


Konfigurationsübersicht#

In einer Konfiguration 2 FlexiBowl® + 2 Kameras umfasst das System zwei unabhängige Zuführ- und Bildverarbeitungsstationen, die beide vom selben VisionController verwaltet werden. Jede Station besteht aus:

  • 1 FlexiBowl®

  • 1 Kamera mit dedizierter Optik

  • 1 Hopper (optional, falls vorhanden)

Die beiden Stationen kommunizieren mit dem VisionController über einen Netzwerk-Switch.

Important

Der Switch ist in allen Mehrgeräte-Konfigurationen eine obligatorische Komponente. Ohne ihn können nicht mehrere FlexiBowl® und mehrere Kameras gleichzeitig mit dem VisionController verbunden werden. Für technische Spezifikationen und Bestellcodes siehe Abschnitt Switch.

Diese Konfiguration unterstützt zwei Betriebsvarianten, abhängig von der Anzahl der in der Anlage verfügbaren Roboter:

Variante A

Variante B

Roboter

1

2

FlexiBowl®

2

2

Kameras

2

2

Betriebslogik

Der Roboter erreicht beide Stationen

Jeder Roboter ist einer Station zugeordnet

Switch erforderlich

Ja

Ja


Variante A — 1 Roboter, 2 FlexiBowl®#

Systemübersicht 2FB2CAM1Robot

In dieser Variante arbeitet ein einzelner Roboter an beiden Stationen. Der Roboter ist so positioniert, dass er den Picking-Bereich jedes FlexiBowl® erreichen kann und die Entnahme zwischen den beiden Stationen anhand der empfangenen Befehle abwechselt.

Jede Station verwaltet ihre eigene unabhängige Rezeptur. Auf jeder Station kann eine Anwendung vom Typ Standard oder Mix konfiguriert werden, mit Modellen unterschiedlicher Komponenten innerhalb derselben Rezeptur.

Parameter

Wert

FlexiBowl®

2

Kameras

2

Roboter

1

Switch erforderlich

Ja

Important

Basisrezeptur und Rezeptverwaltung

Wie bei der Einzelkonfiguration beginnt auch bei einer 2FB + 2CAM Konfiguration der Prozess mit der Erstellung einer einzigen Basisrezeptur, die die Hardware-Setups und die Kamerakalibrierung für das gesamte System enthält. Diese Basisrezeptur wird anschließend für jede Station dupliziert: Jedes Duplikat bildet die Betriebsrezeptur dieser Station, in der die Teilemodelle erstellt werden (bis zu 8 pro Station).

Daher ist es entscheidend, dass die Zuordnung zwischen den Geräten von Anfang an korrekt konfiguriert wird:

  • Kamera 1 → FlexiBowl® 1 (+ Hopper 1, falls vorhanden)

  • Kamera 2 → FlexiBowl® 2 (+ Hopper 2, falls vorhanden)

Eine falsche Zuordnung während des Setups würde sich auf alle abgeleiteten Rezepturen auswirken und die Teileerkennung sowie den korrekten Betrieb des gesamten Systems beeinträchtigen.


Variante B — 2 Roboter, 2 FlexiBowl®#

Systemübersicht 2FB2CAM2Robot

In dieser Variante ist jeder Roboter einer einzelnen Station zugeordnet: Roboter 1 führt das Picking auf FlexiBowl® 1 aus, Roboter 2 führt das Picking auf FlexiBowl® 2 aus. Die beiden Zellen sind unabhängig und überschneiden sich nicht.

Auch in dieser Variante unterstützt jede Station Anwendungen sowohl vom Typ Standard als auch Mix.

Parameter

Wert

FlexiBowl®

2

Kameras

2

Roboter

2

Switch erforderlich

Ja

Tip

Diese Variante gewährleistet maximale Produktivität, wobei die beiden Zellen parallel und vollständig autonom arbeiten.

Important

Basisrezeptur und Rezeptverwaltung

Wie bei der Einzelkonfiguration beginnt auch bei einer 2FB + 2CAM Konfiguration der Prozess mit der Erstellung einer einzigen Basisrezeptur, die die Hardware-Setups und die Kamerakalibrierung für das gesamte System enthält. Diese Basisrezeptur wird anschließend für jede Station dupliziert: Jedes Duplikat bildet die Betriebsrezeptur dieser Station, in der die Teilemodelle erstellt werden (bis zu 8 pro Station).

Daher ist es entscheidend, dass die Zuordnung zwischen den Geräten von Anfang an korrekt konfiguriert wird:

  • Kamera 1 → FlexiBowl® 1 (+ Hopper 1, falls vorhanden)

  • Kamera 2 → FlexiBowl® 2 (+ Hopper 2, falls vorhanden)

Eine falsche Zuordnung während des Setups würde sich auf alle abgeleiteten Rezepturen auswirken und die Teileerkennung sowie den korrekten Betrieb des gesamten Systems beeinträchtigen.


Erforderliche Komponenten#

FlexiVision One Basiskit#

Das FlexiVision One Basiskit (mit dem System geliefert) enthält bereits alles, was für die erste Station erforderlich ist (Kamera, Optik, Kabel, Kalibriergitter). Es ist nicht erforderlich, ein zweites vollständiges Kit für die zweite Station zu erwerben.

Zusätzliches Kamerakit#

Für die zweite Station reicht es aus, das Zusätzliche Kamerakit zu erwerben, das in einer spezifischen Version für jede FlexiBowl®-Größe verfügbar ist. Das Kit enthält:

  • 1 Kamera

  • 1 Optik, dediziert für die FlexiBowl®-Größe

  • 1 Kalibriergitter

  • 1 Kameraversorgungskabel

  • 2 Ethernet-Kabel

Das Kit entsprechend der Größe des zweiten FlexiBowl® auswählen:

FlexiBowl®-Größe

Code Zusätzliches Kamerakit

Enthaltene Optik

FB 200

GM002002

CE000881 — FlexiVision One 35mm Optic

FB 350

GM002003

CE000881 — FlexiVision One 35mm Optic

FB 500

GM002004

CE000880 — FlexiVision One 25mm Optic

FB 650

GM002005

CE000879 — FlexiVision One 16mm Optic

FB 800

GM002006

CE000879 — FlexiVision One 16mm Optic

FB 1200

GM002007

CE000878 — FlexiVision One 12mm Optic

Note

Wenn die beiden Stationen FlexiBowl® in unterschiedlichen Größen verwenden, muss das Zusätzliche Kamerakit entsprechend der Größe des FlexiBowl® der zweiten Station ausgewählt werden. Die erste Station ist bereits durch das Basiskit abgedeckt.

Switch#

Der Switch ist in Mehrgeräte-Konfigurationen immer erforderlich. Für Code, elektrische Spezifikationen und physische Spezifikationen siehe den entsprechenden Abschnitt:

Switch


Verkabelung#

Das Verkabelungsschema ist für beide Varianten identisch: Alle Feldgeräte (FlexiBowl®, Kameras, Roboter) werden mit dem Switch verbunden, und der Switch wird über einen einzelnen Ethernet-Port mit dem VisionController verbunden. Der Unterschied zwischen Variante A und Variante B betrifft ausschließlich die Anzahl der mit dem Switch verbundenen Roboter.

Important

Der Switch verfügt über 8 Ethernet-Ports. Prüfen, dass die Gesamtzahl der anzuschließenden Geräte die verfügbare Kapazität nicht überschreitet, unter Berücksichtigung aller vorhandenen FlexiBowl®, Kameras und Roboter.

Verbindungsschema#

Gerät

Verbindung

FlexiBowl® 1

Ethernet-Port → Switch

FlexiBowl® 2

Ethernet-Port → Switch

Kamera 1

Ethernet-Kabel → Switch

Kamera 2

Ethernet-Kabel → Switch

Roboter 1

Ethernet-Port → Switch

Roboter 2 (nur Variante B)

Ethernet-Port → Switch

Switch

Ethernet-Port → VisionController

Tip

Prüfen, dass jedem Gerät eine eindeutige IP-Adresse in derselben Subnet zugewiesen ist. Die vom VisionController für die beiden Stationen verwendeten TCP/IP-Ports sind konfigurierbar: standardmäßig FB1 → 4001, FB2 → 4002. Siehe Abschnitt Kommunikationsprotokoll Roboter-Bildverarbeitung für Details.

Belegte Switch-Ports nach Variante#

Switch-Port

Variante A (1 Roboter)

Variante B (2 Roboter)

1

FlexiBowl® 1

FlexiBowl® 1

2

FlexiBowl® 2

FlexiBowl® 2

3

Kamera 1

Kamera 1

4

Kamera 2

Kamera 2

5

Roboter 1

Roboter 1

6

VisionController

Roboter 2

7

VisionController

8

Note

Verkabelung der einzelnen Komponenten

Die physischen Anschlussverfahren für jede Komponente (FlexiBowl®, Kamera, Hopper, Roboter) sind vollständig im Abschnitt Verkabelung und Anschlüsse beschrieben. In einer 2FB + 2CAM Konfiguration werden dieselben Vorgänge einfach zweimal ausgeführt — einmal für jede Station — mit dem einzigen Unterschied, dass jedes Gerät mit dem Switch statt direkt mit dem VisionController verbunden wird.

Important

Gerätezuordnung in der Software

FlexiVision One kann alle Stationen gleichzeitig verwalten, aber es ist entscheidend, dass die Zuordnung zwischen den Geräten in der Software korrekt konfiguriert wird. Stellen Sie sicher, dass folgende Zuordnung erfolgt:

  • Kamera 1 → FlexiBowl® 1 (+ Hopper 1, falls vorhanden)

  • Kamera 2 → FlexiBowl® 2 (+ Hopper 2, falls vorhanden)

Eine falsche Zuordnung würde die Teilelokalisierung und den korrekten Betrieb des gesamten Systems beeinträchtigen.

Initiale Systemkonfiguration